Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.
Jonas SchmittBundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Solingen-Attentäter Issa H.
Bundesgerichtshof bestätigt lebenslange Haft für Issa H. nach tödlichem Messerangriff in Solingen
Deutschlands höchstes Gericht hat das lebenslange Urteil gegen Issa H. für einen tödlichen Messerangriff auf ein Stadtfest in Solingen im Jahr 2024 bestätigt. Der Bundesgerichtshof wies am Freitag seine Revision zurück und bestätigte damit die frühere Verurteilung wegen dreifachen Mordes und Terrorismus. Das Urteil bringt einen juristischen Schlussstrich unter einen Fall, der die Nation erschüttert hatte.
In der Nacht des Angriffs erstach Issa H. drei Menschen und verletzte acht weitere schwer. Sein erklärtes Ziel war es, so viele Festbesucher wie möglich zu töten, die er als Symbole der westlichen Gesellschaft ansah. Ermittlungen ergaben später, dass er sich der extremistischen Ideologie des „Islamischen Staates“ (IS) angeschlossen und liberaldemokratische Werte abgelehnt hatte.
Vor der Tat hatte er Unterstützung und Anleitung von anderen IS-Mitgliedern erhalten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte ihn bereits zu lebenslanger Haft ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt – die höchste Strafe im deutschen Rechtssystem. Zudem wurde er wegen neunfachen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen.
Das Gericht ordnete zusätzlich die anschließende Sicherungsverwahrung an, da es Issa H. weiterhin als Gefahr einstufte. Seine Revision hatte er auf angebliche Verfahrensfehler gestützt, doch der Bundesgerichtshof wies sie ab und fand keine Mängel im Prozess.
Mit dem endgültigen Urteil sind Issa H. alle rechtlichen Mittel erschöpft. Der Fall hatte die Debatten über Deutschlands Flüchtlingspolitik und Sicherheitsmaßnahmen gegen Extremismus neu entfacht. Der Anschlag von Solingen wird nun als einer der gewalttätigsten islamistisch motivierten Verbrechen des Landes in Erinnerung bleiben.






