BTS-Tournee und Comeback-Konzert bringen Südkoreas Wirtschaft zum Boomen
Philipp KrügerBTS-Tournee und Comeback-Konzert bringen Südkoreas Wirtschaft zum Boomen
Die bevorstehende "Arirang"-Welttournee von BTS soll der Wirtschaft einen gewaltigen Schub verleihen – Experten rechnen mit Effekten von bis zu 100 Billionen Won (rund 68 Milliarden Euro). Die wirtschaftliche Wirkung könnte damit an die globalen Konzerte von Taylor Swift heranreichen und unterstreicht die finanzielle Strahlkraft der Gruppe. Gleichzeitig laufen in Seoul bereits die Vorbereitungen für ihr kostenloses Comeback-Konzert, in das erhebliche Summen für ikonische Veranstaltungsorte fließen.
Das Managementunternehmen HYBE hat zentrale Schauplätze in der südkoreanischen Hauptstadt für den Auftritt der Band gesichert. Für die Nutzung des Gwanghwamun-Platzes, eines der bekanntesten öffentlichen Plätze des Landes, zahlt das Unternehmen 30 Millionen Won (ca. 20.000 Euro). Zudem sind 61,2 Millionen Won (rund 41.000 Euro) für den Zugang zum Gyeongbok-Palast und zum Sungnyemun-Tor – zwei der historisch bedeutendsten Stätten Südkoreas – eingeplant. Insgesamt belaufen sich die Zahlungen von HYBE an die Stadtverwaltung und die Zentralregierung für die Standortnutzung auf etwa 90 Millionen Won (rund 60.000 Euro).
Alleiner das kostenlose Konzert auf dem Gwanghwamun-Platz könnte beträchtliche wirtschaftliche Impulse auslösen. Laut Schätzungen der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte der eintägige Effekt für Seoul bei rund 177 Millionen US-Dollar (ca. 165 Millionen Euro) liegen. Zwar gibt es keine offizielle Studie zu den genauen Tagesertrag, doch frühere Tourneen von BTS zeigten eine durchschnittliche Wertschöpfung von 22 Millionen Dollar pro Auftritt. Jährlich trägt die Gruppe schätzungsweise 5 Milliarden Dollar (rund 4,6 Milliarden Euro) zur südkoreanischen Wirtschaftsleistung bei – vor allem durch Tourismus und verwandte Branchen.
Die Sicherheit steht bei der Veranstaltung an oberster Stelle: Über 10.000 Einsatzkräfte sollen für Ordnung sorgen und die Menschenmassen kontrollieren. Der immense Aufwand spiegelt die Bedeutung des Events und die erwartete Besucherzahl wider.
Doch nicht nur die direkten finanziellen Effekte sind entscheidend. Wie Vize-Ministerpräsident und Finanzminister Koo Yun-cheol betonte, könnten die immateriellen Vorteile – etwa die globale Sichtbarkeit und der kulturelle Einfluss der Gruppe – die rein wirtschaftlichen Zahlen bei Weitem übertreffen.
Während die Mietkosten für die Veranstaltungsorte für HYBE unter 100 Millionen Won bleiben, dürften die wirtschaftlichen Folgeeffekte des Comebacks gigantisch ausfallen. Mit Prognosen, die den Impact der gesamten Tournee auf nahezu 100 Billionen Won beziffern, wird einmal mehr deutlich, welche Rolle BTS für den Tourismus und die Einnahmen des Landes spielt. Nun liegt der Fokus von Behörden und Organisatoren darauf, inmitten von Seouls Zentrum eine sichere und erfolgreiche Show auf die Beine zu stellen.






