Bottrop überprüft alle Kreuzungen für bessere Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Philipp KrügerBottrop überprüft alle Kreuzungen für bessere Verkehrssicherheit nach tödlichem Unfall
Bottrop prüft alle Kreuzungen, um die Sichtverhältnisse für Autofahrer zu verbessern. Die Maßnahme erfolgt nach einem tödlichen Unfall in Warendorf, der auf unzureichende Sichtverhältnisse zurückging. Die Behörden wollen nun ähnliche Vorfälle verhindern, indem sie an allen Kreuzungen für freie Sicht sorgen.
Das Tiefbauamt der Stadt Bottrop überprüft derzeit sämtliche Kreuzungen im Stadtgebiet. Im Mittelpunkt steht die Schaffung sogenannter "Sichtdreiecke" – freigehaltener Bereiche, die es Fahrern ermöglichen, den Querverkehr rechtzeitig zu erkennen, bevor sie einbiegen. Die Kontrollen orientieren sich an den deutschen Richtlinien für die Anlage von Straßen (RaSt 06), die je nach zulässiger Höchstgeschwindigkeit klare Vorgaben für sichere Sichtverhältnisse festlegen.
Nicht alle Kreuzungen werden gleich behandelt: Besonders stark frequentierte oder Unfallschwerpunkte haben Vorrang. Werden bei den Inspektionen Sichtbehinderungen festgestellt, muss die Stadt handeln – etwa durch bauliche Anpassungen oder das Aufstellen von Pollern.
Die Arbeiten haben bereits an der Scharnhölzstraße begonnen. Als Nächstes folgen die Horster Straße und die Aegidistraße, für die demnächst Ausschreibungen starten sollen. Das Ziel ist klar: Autofahrer müssen vor dem Einbiegen auf eine Hauptstraße stets freie Sicht haben.
Die Überprüfung umfasst alle Kreuzungen in Bottrop; dort, wo die Sichtverhältnisse mangelhaft sind, werden Änderungen vorgenommen. Durch die strikte Einhaltung der Vorgaben hofft die Stadt, Unfälle aufgrund schlechter Sicht zu verringern. Das Projekt läuft so lange, bis alle Kreuzungen die erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllen.






