Bonner Klimagipfel: 6.500 Teilnehmer ringen um Rettung des Pariser Abkommens
Lukas HartmannBonner Klimagipfel: 6.500 Teilnehmer ringen um Rettung des Pariser Abkommens
Über 6.500 Teilnehmer aus 186 Ländern haben sich in Bonn zu entscheidenden Klimaverhandlungen versammelt. Die zehntägige Konferenz bringt Politiker, Diplomaten, Aktivisten, Lobbyisten und Journalisten zusammen, um über die stockenden Fortschritte beim Pariser Abkommen zu beraten.
Das Pariser Abkommen, das von nahezu allen Staaten unterzeichnet wurde, zielt darauf ab, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C – möglichst bei 1,5 °C – zu halten. Doch die Temperaturen sind bereits um mehr als 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau gestiegen. Die USA waren unter Donald Trump zeitweise aus dem Abkommen ausgetreten, später aber wieder beigetreten.
UN-Klimachef Simon Stiell hat die Regierungen aufgefordert, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen. Er warnte, dass die Abhängigkeit von Öl und Gas Inflation und wirtschaftliche Instabilität befeuere. Der anhaltende Krieg im Nahen Osten habe die Krise weiter verschärft und die Kraftstoffpreise weltweit in die Höhe getrieben.
Die Bonner Gespräche finden zu einer Zeit steigender Temperaturen und wirtschaftlicher Belastungen statt. Die Länder stehen unter Druck, ihre Emissionen schneller zu reduzieren und ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen könnten künftige Klimapolitik und Energiestrategien prägen.






