23 April 2026, 14:11

Betrüger locken mit Fake-Nahverkehrstickets in Essen – so schützen Sie sich

Ein Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen anprangert, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Betrüger locken mit Fake-Nahverkehrstickets in Essen – so schützen Sie sich

Gefälschte Facebook-Werbung lockt Essener mit gefälschten Nahverkehrstickets in die Falle

Eine betrügerische Facebook-Anzeige täuscht Bewohner Essens mit dem Versprechen nicht existenter ÖPNV-Tickets um ihr Geld. Die als Sonderangebot der Ruhrbahn getarnte Masche hat bereits Tausende Nutzer erreicht. Die Behörden bestätigten, dass es sich um einen Fake handelt, und warnten Verbraucher zur Vorsicht.

In dem irreführenden Posting heißt es, 500 Menschen in Essen und Umgebung könnten sechs Monate lang Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Abgebildet sind Fahrzeuge der Ruhrbahn sowie ein gefälschtes "Chip-Ticket" mit dem VRR-Logo. Angeblich handle es sich um eine Jubiläumsaktion, bei der ein Langzeitpass für nur 2,35 Euro zu haben sei.

Die Facebook-Seite hinter der Anzeige wurde am selben Tag erstellt und zählt gerade einmal drei Follower. Dennoch verzeichnet die bezahlte Werbung über 4.400 Aufrufe. Opfer, die auf den Link klicken, werden auf eine nicht damit zusammenhängende Website in Ostfriesland, Niedersachsen, weitergeleitet.

Dort werden sie nach persönlichen Daten und Kreditkarteninformationen gefragt. Nach der Zahlung der 2,35 Euro folgen Forderungen nach weiteren Zahlungen – ein Ticket erhalten die Betroffenen jedoch nie. Die Ruhrbahn bestätigte, dass das Angebot gefälscht ist, und warnte über ihren offiziellen Facebook-Account.

Ähnliche Betrugsversuche gab es bereits in Berlin, Chemnitz und Düsseldorf, jeweils mit identischem Wortlaut und derselben technischen Infrastruktur. Die Phishing-Masche folgt einem Muster: Nutzer werden auf externe Seiten umgeleitet, wo ihre Daten abgegriffen werden.

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Die Ruhrbahn rief die Bevölkerung auf, den betrügerischen Post zu ignorieren und keine persönlichen oder finanziellen Angaben preiszugeben. Die Scam-Welle breitet sich weiter aus, mit identischen Anzeigen, die nun auch andere deutsche Städte ins Visier nehmen. Wer bereits gezahlt hat, sollte sich umgehend an seine Bank wenden und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Quelle