Betrüger erpressen Balkon-Solar-Besitzer mit gefälschten Mahnungen der Bundesnetzagentur
Lukas HartmannBetrüger erpressen Balkon-Solar-Besitzer mit gefälschten Mahnungen der Bundesnetzagentur
Haushalte mit Mini-Solaranlagen erhalten gefälschte Mahnschreiben mit Geldstrafen Betrüger verschicken derzeit falsche Schreiben im Namen der Bundesnetzagentur und nutzen die Verunsicherung über nicht angemeldete Balkon-Solarmodule aus. Die Behörden warnen nun vor der Masche, um weitere Opfer zu verhindern.
In den gefälschten Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Photovoltaik-(PV)-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister registriert zu haben. Sie fordern eine „Gebühr“ von 41,60 Euro und drohen mit einem „vollen Bußgeld“ von 208 Euro, falls die Zahlung nicht innerhalb von 14 Tagen erfolgt. Zudem werden die Besitzer aufgefordert, ihre Anlage umgehend anzumelden und einen jährlichen EEG-Bericht vorzulegen.
Doch mehrere Ungereimtheiten entlarven den Betrug: Die angegebene E-Mail-Adresse [email protected] gehört nicht zur Behörde, und die Absenderadresse stimmt nicht mit dem tatsächlichen Sitz der Bundesnetzagentur überein. Auch die im Schreiben genannten Telefonnummern beginnen mit den falschen Vorwahlen 0229 und 0223 – statt der korrekten Bonner Vorwahl.
Die Bundesnetzagentur betont, dass eine registrierungspflicht für Balkon-Solarmodule zwar innerhalb eines Monats nach Installation besteht. Die geforderte Zahlung sei jedoch rein erfunden. Betroffene sollten die Forderung ignorieren und den Vorfall bei der Polizei anzeigen.
Die Betrüger nutzen gezielt die Unsicherheit über die Meldepflicht aus. Zwar können bei unterlassener Registrierung tatsächlich Bußgelder drohen – die gefälschten Schreiben stammen jedoch ausschließlich von Kriminellen. Die Behörden ermitteln weiter und rufen die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf, um sich vor solchen dreisten Täuschungsversuchen zu schützen.






