Bergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht im Industriegebiet West
Lukas HartmannBergisch Gladbach sichert Gewerbeflächen mit neuem Vorkaufsrecht im Industriegebiet West
Die Stadt Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West langfristig zu sichern. Der Plan umfasst ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Areal, zu dem auch das Gelände des Unternehmens Saint-Gobain Isover gehört. Ziel der Verwaltung ist es, das nachhaltige Wirtschaftswachstum und die Arbeitsplatzsicherung in der Region zu fördern.
Die geplante Regelung betrifft Teile des Industriegebiets West zwischen der Innenstadt und Gronau. Innerhalb dieses Gebiets nimmt das Saint-Gobain-Isover-Werk etwa die Hälfte der Fläche des benachbarten Zanders-Komplexes ein und liegt zentral in Bergisch Gladbach. Das 11 Hektar große Isover-Gelände ist Teil der insgesamt 18,8 Hektar umfassenden Zone.
In den vergangenen Jahren hat Saint-Gobain Isover seine Belegschaft von 220 auf 60 Mitarbeiter reduziert. Teile des Werksgeländes liegen inzwischen brach oder werden nur noch geringfügig genutzt, was die Notwendigkeit einer zukunftsorientierten Entwicklungsplanung unterstreicht. Dennoch betont das Unternehmen, dass es keine unmittelbaren Pläne für einen Verkauf des Grundstücks gebe und weiterhin in den Standort investiere.
Mit dem Vorschlag der Stadtverwaltung würde sich die Kommune die Möglichkeit sichern, das Isover-Gelände bei Bedarf zu erwerben. Die Maßnahme wird als vorsorglich beschrieben, um wichtige Gewerbeflächen für die wirtschaftliche Expansion zu erhalten.
Die Initiative zielt darauf ab, die begrenzten gewerblichen Flächen in der Nähe des Stadtzentrums zu schützen. Gleichzeitig soll sie die Schaffung von Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Stabilität in Bergisch Gladbach stärken. Die Stadt würde damit die Handlungsoption erhalten, im Falle eines Verkaufs des Geländes einzugreifen.






