13 March 2026, 22:04

Aus Müllhalde wird Solarpark: Ahaus-Alstätte setzt auf grüne Energie aus der Deponie

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenmast, Gebäuden und einem bewölktem Himmel.

Aus Müllhalde wird Solarpark: Ahaus-Alstätte setzt auf grüne Energie aus der Deponie

Auf einem stillgelegten Deponiegelände in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großflächiger Solarpark. Der Kreistag Borken hat grünes Licht für das Vorhaben gegeben, das den ehemaligen Müllstandort in ein Zentrum für erneuerbare Energien verwandeln soll. Das Gelände gehört gemeinsam dem Kreis und der Stadt Ahaus und liegt seit der Schließung der Deponie im Jahr 2008 brach.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland wird die Umsetzung des Projekts begleiten. Damit die Anlage staatliche Fördergelder erhält, muss sie bis Mitte 2025 fertiggestellt werden. Der noch immer nachsackende Untergrund, der herkömmliche Bebauungen erschwert, eignet sich paradoxerweise ideal für die Installation von Solarmodulen.

Neben der Solarstromerzeugung wird das Deponiegelände zudem als Standort für großtechnische Energiespeicher geprüft. Diese könnten überschüssige Windenergie zwischenspeichern und so dazu beitragen, Angebot und Nachfrage auszugleichen. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch das Projekt eine Senkung der jährlichen Unterhaltungskosten der Deponie – und damit möglicherweise auch geringere Müllgebühren für die Anwohner.

Der Solarpark markiert eine neue Nutzung für die seit fast 18 Jahren brachliegende Deponie. Wird das Vorhaben fristgerecht umgesetzt, könnte es nicht nur die Kosten für die Bürger verringern, sondern auch die regionalen Ziele im Bereich erneuerbarer Energien vorantreiben. Entscheidend für den Erfolg ist die Einhaltung des Förderstichtags Mitte 2025.

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