23 March 2026, 16:04

Anne-Frank-Gesamtschule verlängert Engagement für Erinnerungskultur in Viersen

Steinbau mit Fenster und Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Anne-Frank-Gesamtschule verlängert Engagement für Erinnerungskultur in Viersen

Die Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken hat ihre Zusammenarbeit mit dem Förderverein Erinnerungskultur (1933–1945) in Viersen erneuert. Die Vereinbarung verlängert die Partnerschaft um weitere drei Jahre. Beide Einrichtungen werden weiterhin gemeinsam Projekte durchführen, die an die Opfer der NS-Zeit erinnern.

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Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die Stolpersteine-Initiative: Im Frühjahr 2027 sollen neue Gedenksteine verlegt werden.

Lehrerin Corinne Flasshoff leitet im Rahmen der Kooperation mehrere Bildungsprojekte. Ihre Projektgruppe wird in Kürze das Kreisarchiv besuchen, um historische Unterlagen zu sichten. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern den Umgang mit wissenschaftlicher Recherche näherzubringen und gleichzeitig ihr Verständnis für die lokale Geschichte zu vertiefen.

Flasshoff plant zudem mit ihrer Klasse einen erneuten Besuch der Holocaust-Gedenkstätte in der Nähe der St.-Joseph-Kirche. Der Ort, der zur Städtischen Realschule gehört, dient als wichtiger Lern- und Reflexionsraum.

Unterdessen hat Schulleiterin Ilka Werner das Kollegium dazu aufgerufen, sich an der Aktion "Reinigung der Stolpersteine" zu beteiligen. Besonders bedeutsam ist das Engagement jeweils vor dem 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Durch die Pflege der in Gehwege eingelassenen Messingtafeln in ganz Viersen stellt die Schule sicher, dass die Gedenksteine sichtbar und würdevoll bleiben.

In der nächsten Phase des Stolpersteine-Projekts werden zusätzliche Steine in der Innenstadt verlegt. Die Installation ist für Anfang 2027 geplant, die genaue Anzahl der neuen Tafeln steht jedoch noch nicht fest.

Die verlängerte Partnerschaft ermöglicht es Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, sich noch intensiver mit der Erinnerungskultur in Viersen auseinanderzusetzen. Durch Archivarbeit, Gedenkstättenbesuche und die Pflege der Stolpersteine unterstreicht die Schule ihr Engagement für die Bewahrung des Gedenkens an die NS-Opfer. Die nächsten Verlegungen im Jahr 2027 markieren einen weiteren Schritt in diesem fortlaufenden Prozess.

Quelle