03 April 2026, 02:04

AfD gewinnt überraschend bei Wählern mit Migrationshintergrund an Zustimmung

Gruppe von Menschen mit einem Banner mit der Aufschrift "Zukunft ist ein Mensch Neustar ima" vor dem Reichstaggebäude in Berlin, mit seinen architektonischen Details und umgeben von Flaggen unter einem bewölkten Himmel.

AfD gewinnt überraschend bei Wählern mit Migrationshintergrund an Zustimmung

Die Unterstützung für die AfD unter deutschen Wählern mit Migrationshintergrund steigt laut einer neuen Studie stark an. Wie die Konrad-Adenauer-Stiftung herausfand, unterscheiden sich die Präferenzen zwischen den verschiedenen Herkunftsgruppen deutlich. Während die Partei bei Menschen polnischer Abstammung und Spätaussiedlern führend ist, bleibt ihre Zustimmung unter Deutschtürken zwar geringer, nimmt aber ebenfalls zu.

Die Untersuchung zeigt einen deutlichen Wandel der politischen Neigungen in den vergangenen fünf Jahren. Unter Deutschtürken stieg die AfD-Unterstützung von etwa 10 Prozent im Jahr 2021 auf 20 bis 25 Prozent in den Umfragen von 2025. Trotz dieses Anstiegs liegt die SPD mit 35 Prozent weiterhin klar vorn, gefolgt von Grünen und AfD, die jeweils bei 8 Prozent liegen.

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Bei Nachkommen polnischer Herkunft ist die AfD mit 33 Prozent am stärksten, womit sie sowohl Union als auch SPD überflügelt. Auch Spätaussiedler bevorzugen die AfD mit 31 Prozent, vor der Union. Unter den Befragten russischer Herkunft führt dagegen die SPD mit 43 Prozent, während AfD und Union jeweils bei 14 Prozent liegen.

Der Bericht führt diese Unterschiede auf divergierende Ansichten zu Migration, Integration und Wirtschaftspolitik zurück. Deutschtürken vertreten demnach tendenziell konservativere und migrationskritischere Positionen als etwa syrische oder afghanische Gemeinschaften, die zu 30 bis 40 Prozent die Grünen und die Linke wählen. Die jüngsten Erfolge der AfD in Nordrhein-Westfalen, wo sie in mehreren Ruhrgebietsstädten auf den zweiten oder sogar ersten Platz kam, unterstreichen zudem ihre wachsende Anziehungskraft.

Gleichzeitig hat die Union bei polnisch- und russischstämmigen Wählern an Boden verloren, während die SPD ihre Position bei russischen Wählern ausbauen konnte.

Die Ergebnisse bestätigen, dass die AfD mittlerweile über ihre traditionelle Wählerbasis hinaus an Zuspruch gewinnt und bei bestimmten Migrantengruppen deutlich an Boden gutmacht. Ihre Ergebnisse bei Landtagswahlen und die sich verschiebenden Wählerloyalitäten deuten auf ein komplexeres politisches Umfeld hin. Die verschiedenen Herkunftsgemeinschaften setzen weiterhin unterschiedliche Schwerpunkte, was sich in ihren Parteipräferenzen auf vielfältige Weise widerspiegelt.

Quelle