AC Schnitzer schließt zum Jahresende – das Ende einer Tuning-Legende
AC Schnitzer stellt zum Jahresende den Betrieb ein
Die bekannte deutsche Tuning-Schmiede AC Schnitzer wird bis Ende des Jahres ihre Geschäftstätigkeit einstellen. Steigende Kosten, regulatorische Hürden und ein schrumpfender Markt für Verbrennermodifikationen haben das Unternehmen in Deutschland unwirtschaftlich gemacht. Dennoch wird AC Schnitzer auch über 2026 hinaus bestehende Kunden bei Garantieansprüchen und im Kundendienst weiter unterstützen.
Die Entscheidung folgt auf Jahre rückläufiger Nachfrage nach Tuning-Teilen. Zwischen 2021 und 2025 sank das globale Interesse an Verbrennermotor-Optimierungen jährlich um 5 bis 8 Prozent. Besonders stark betroffen war Europa – allen voran Deutschland mit einem Rückgang von 12 Prozent pro Jahr –, während Nordamerika um 9 Prozent einbrach. Nur im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika gab es leichte Zuwächse, wobei Indien und Südostasien Steigerungen von 3 bis 5 Prozent verzeichneten.
Hohe Entwicklungs- und Produktionskosten belasteten zudem die Rentabilität von AC Schnitzer. Lange Zulassungsverfahren im deutschen Regulierungssystem führten zu weiteren Verzögerungen und erschwerten die Wettbewerbsfähigkeit. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge und veränderte Verbrauchergewohnheiten verschärften die Situation des Unternehmens zusätzlich.
Die noch vorhandenen Lagerbestände an AC-Schnitzer-Teilen sollen bis Jahresende verkauft werden. Gleichzeitig laufen Gespräche mit potenziellen Käufern, die an einer Übernahme der Marke interessiert sind.
AC Schnitzer wird alle Garantieverpflichtungen erfüllen und den Kundenservice für seine Produkte auch nach 2026 aufrechterhalten. Die Schließung spiegelt die branchenweiten Herausforderungen wider, darunter sinkende Nachfrage nach Verbrenner-Tuning und steigende Betriebskosten. Die Zukunft des Unternehmens hängt nun davon ab, ob sich ein Investor findet, der die Marke neu belebt.






