02 April 2026, 14:05

50 abgelehnte Asylbewerber aus NRW in den Irak abgeschoben – darunter sieben Jesiden

Schwarzes und weißes Plakat mit drei Personen und dem Text "Sprich nicht die Sprache des Feindes - Die vier Freiheiten sind nicht in seinem Vokabular - Sprich amerikanisch."

Abschiebeflug nach Bagdad - NRW fordert Schutz für Jesiden - 50 abgelehnte Asylbewerber aus NRW in den Irak abgeschoben – darunter sieben Jesiden

Am Donnerstag startete von Düsseldorf aus ein Abschiebeflug mit 50 abgelehnten Asylbewerbern in Richtung Irak. Unter den Abgeschobenen befanden sich sieben Jesidinnen und Jesiden – trotz anhaltender Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit. 41 der Deportierten kamen aus Nordrhein-Westfalen (NRW), darunter 26 mit strafrechtlichen Vorstrafen.

Es handelte sich nicht um den ersten solchen Flug in diesem Jahr. Bereits im Juli waren 43 Menschen aus Deutschland in den Irak abgeschoben worden, nach weiteren 47 im Februar. Seit Februar 2024 wurden Schätzungen zufolge zwischen 1.100 und 1.300 Jesidinnen und Jesiden auf ähnlichen Flügen in den Irak zurückgeführt, vor allem aus Niedersachsen und anderen Bundesländern.

NRW hatte zuvor ein vorübergehendes Abschiebemora­torium für jesidische Frauen und Mädchen verhängt, das bis Juni 2024 galt. Der Deutsche Bundestag hatte 2023 zudem die Verbrechen des IS an den Jesiden als Völkermord anerkannt – was Fragen zur Sicherheit der Rückgeführten aufwirft.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der jüngste Flug startete in Düsseldorf, wobei der Großteil der Abgeschobenen aus NRW stammte. Die Behörden bestätigten, dass 26 der 41 Betroffenen aus dem Bundesland vorbestraft waren.

Die Abschiebung markiert einen weiteren Schritt in den anhaltenden Rückführungen Deutschlands in den Irak. Seit Anfang 2024 wurden über 1.200 Jesidinnen und Jesiden dorthin zurückgebracht – trotz der früheren Gewalt gegen die Gemeinschaft. Das teil­weise Moratorium NRWs für Abschiebungen von Jesiden ist inzwischen ausgelaufen und ermöglicht weitere Deportationen.

Quelle