38.000 Unterschriften gegen Deutschlands Hochgeschwindigkeits-Ausbau in nur sechs Wochen
Philipp Krüger38.000 Unterschriften gegen Deutschlands Hochgeschwindigkeits-Ausbau in nur sechs Wochen
Bundesweite Petition gegen Deutschlands geplanten Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes sammelt über 38.000 Unterschriften in nur sechs Wochen
Die von lokalen Initiativen in Ostwestfalen geführte Kampagne fordert die Behörden auf, den Bau neuer Strecken zu stoppen und stattdessen die Höchstgeschwindigkeiten von Zügen zu senken.
Die unter dem Titel "Deutschlands Fahrplan überdenken" gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und regionalen Frauenverbänden organisiert. Gemeinsam sammelten sie 31.000 Unterschriften auf Papier und 6.600 online, bevor das Dokument dem Petitionsausschuss in Berlin überreicht wurde.
Besonders stark ist der Widerstand in Ostwestfalen, wo Anwohnerinnen und Anwohner sich gegen Pläne für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bielefeld und Hannover wehren. Die Eisenbahnbehörde hat zwölf mögliche Trassenkorridore für diese Strecke vorgeschlagen, die zusätzliche Gleise vorsehen und Züge mit bis zu 300 km/h fahren lassen soll. Würde die Strecke gebaut, verkürzte sich die Reisezeit zwischen den beiden Städten von 48 auf 31 Minuten.
Kritiker monieren, das Projekt setze Geschwindigkeit über praktischen Nutzen. Die Petition stellt zudem die übergeordneten Pläne infrage, deutsche Großstädte künftig im Halbstundentakt mit Hochgeschwindigkeitsverbindungen zu vernetzen, und fordert eine grundlegende Überprüfung der Strategie.
Der Petitionsausschuss hat das mit 38.000 Unterschriften versehene Dokument nun entgegengenommen. Die Behörden werden die Forderungen nach einem Stopp neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken und einer Reduzierung der Höchstgeschwindigkeiten prüfen. Das Ergebnis könnte die künftige Bahnpolitik im gesamten Land beeinflussen.






