25 Jahre Solinger Notfallseelsorge: "Erste Hilfe für die Seele" in Krisenzeiten
Ida Müller25 Jahre Solinger Notfallseelsorge: "Erste Hilfe für die Seele" in Krisenzeiten
Solingens Notfallseelsorge blickt auf 25 Jahre Krisenbegleitung zurück
Der Notfallseelsorgedienst in Solingen feiert ein Vierteljahrhundert engagierter Unterstützung für Menschen in akuten Krisensituationen. Das Team, getragen von der katholischen und evangelischen Kirche, bietet „Erste Hilfe für die Seele“ – unabhängig von Glaubenszugehörigkeit. Im Mittelpunkt steht Simone Henn-Pausch, die den Dienst seit 1999 leitet und kürzlich für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet wurde.
Am 1. Januar 1999 übernahm Simone Henn-Pausch die Koordination der Solinger Notfallseelsorge. Seither arbeitet sie eng mit Rettungskräften zusammen und leistet psychologische Unterstützung nach besonders belastenden Einsätzen. Für ihr Wirken erhielt sie zahlreiche Ehrungen, darunter die „Große Goldene Nadel“ der Solinger Feuerwehr sowie das „Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber“.
Das Angebot stützt sich auf ein Team von rund 50 ehrenamtlichen und speziell geschulten Seelsorger:innen. Jährlich werden etwa 100 Einsätze geleistet – bei rund 80 Prozent handelt es sich um gescheiterte Reanimationsversuche, weitere zehn Prozent betreffen Suizidfälle. Finanziert wird der Dienst durch einen eigenen Förderverein, der die kostenfreie Hilfe für alle Betroffenen sichert.
Im kommenden Jahr steht das 30-jährige Jubiläum der Solinger Notfallseelsorge an. Der Meilenstein spiegelt Jahrzehnte der sofortigen emotionalen Begleitung bei Großschadenslagen und persönlichen Tragödien wider. Henn-Pauschs 25-jährige Führung war dabei zentral für die Kontinuität des Angebots.
Die jüngste Würdigung Henn-Pauschs unterstreicht die unverzichtbare Rolle der Notfallseelsorge in Solingen. Der Dienst bleibt eine wichtige Anlaufstelle für Menschen in plötzlichen Krisen und bietet unverzüglich Trost und Orientierung. Mit dem anstehenden 30-jährigen Bestehen setzt das Team weiterhin auf das Engagement der Gemeinschaft und die Arbeit der geschulten Ehrenamtlichen.






